Die Kanaren…

Im Vorfeld viel gehört und auch etwas gelesen. Von Seglern viel Information mitbekommen, Empfehlungen, Hinweise etc. Von den befreundeten Seglern die weiter gezogen sind nach Brasilien und in die Karibik, bekamen wir den sehr deutlichen Hinweis „nehmt euch Zeit für die Inseln, wir haben es versäumt“.  Da wir noch nie auf den Kanaren waren, also sehr gespannt was uns so erwartet.

Nach dem kalten, regnerischen Wetter in Gibraltar, waren wir heilfroh je näher wir der Inselgruppe kamen, dass es wärmer wird. Wie eine Zwiebel zogen wir immer mehr aus, bis wir sommerlich gekleidet in La Graciosa ankamen.

 

La Graciosa ist die kleinste der Kanaren aber eigentlich zählt sie nicht als eigenständige Insel, da sie zur Verwaltung von Lanzarote gehört.

Es war unsere erste und hat daher vermutlich auch einen besonderen Status bei uns. Sie hat uns herzlich aufgenommen, wenn man mal von der ersten halben Stunde absieht, als uns der Hafenmeister Stress bereitet hat.

Die Insel strahlt eine Ruhe aus, die Menschen herzlich und aufgeschlossen, die Häuser orientalisch, die Landschaft (für uns) ungewöhnlich. Wir genossen die Insel in vollen Zügen. Bewanderten sie und ließen unsere Seele baumeln.  Der Abschied viel uns echt schwer.

 

Lanzarote fuhren wir mit gemischten Gefühlen an. Wow was für eine moderne Marine direkt in Arrecife. Eigentlich wollten wir nur ein paar Tage bleiben und es sind dann doch ein paar Wochen geworden. Wir haben die Insel erforscht und sie hat uns begeistert, vielleicht sogar in ein paar Dingen geprägt. Cäsar Manrice der die Insel mit geformt hat, hat seinen Beitrag auch dazu beigetragen.

Die schwarze Lava, die weißen – auch hier mit einem orientalischen Tuch – Häuser,  die Palmen und auch die Menschen sehr offenherzig trugen dazu bei, dass wir uns in die Insel verliebt haben.

 

Fuerteventura … mh die Insel ist uns am wenigsten im Gedächtnis haften geblieben. Wir wissen nicht warum. Sie ist eine Mischung aus Vulkan und Begrünung. Landwirtschaft wird hier schon gut betrieben…. Menschen nett und freundlich aber….

 

Gran Canaria – hier haben wir den Kanaren Tourismus kennengelernt. Wow. Große Hotelanlagen prägen die Insel, die Küstenlandschaften. Am Anfang etwas skeptisch hat uns die Insel dann doch begeistert. Das Landesinnere hat es uns angetan. Hier zum ersten Mal die tiefen Täler, Bergdörfer und eine üppigere Natur erlebt. Ja wir können sagen, dass aus unserer Sicht Gran Canaria eine Reise wert ist.

 

Santa Cruz auf Tenerife ist unter Seglern ein Begriff. Hier startet jedes Jahr die ARC in die Karibik. Aber auch der Tourismus ist hier sehr ausgeprägt. Es ist die einzige Insel mit 2 Flughäfen und die sind gut frequentiert. Nicht zu vergessen der Karneval den wir miterleben durften, zu mindestens den Höhenpunkt der große Umzug.

Die Insel mit ihrem Berg Teide, der weithin sichtbar die Aufmerksamkeit auf sich zieht und seine vielseitige Landschaft brachten uns ins Staunen. Man merkt hier aber auch, dass es die am dicht besiedelte Insel der Kanaren ist.

 

Auf La Gomera waren wir besonders bespannt. Die ehemalige Aussteiger Insel soll einen besonders in den Bann ziehen.

Schon bei der Anfahrt konnte man die üppige Natur erahnen. In San Sebastian, der Hauptstadt, fühlten wir uns von Anfang an wohl. Die Ausflüge über die Insel brachten uns nicht nur einmal ins Staunen – gelegentlich waren wir sprachlos. Die Vielfältigkeit der Natur, die Blütenpracht, geheimnisvollen Wälder, die Kultur und Menschen verzauberte uns. Wir genossen jeden Augenblick auf dem Eiland. Auch hier taten wir uns schwer weiterzuziehen.

 

El Hierro hätten wir gerne angefahren. Jedoch ist es schwierig sich mit dem Wind nach La Palma zu lösen.

Es ist die kleinste der Kanaren und soll sehr bezaubernd sein. Vielleicht auch die vergessene Insel wo Erholung, Natur und Ruhe noch groß geschrieben werden. Schade vielleicht ein andermal.

 

Uns wurde erzählt je weiter wir nach Westen auf den Kanaren kommen, desto grüner werden die Insel und der Höhepunkt dafür soll La Palma sein.

Santa Cruz hat uns liebevoll aufgenommen und auch hier fühlten wir uns auf Anhieb wohl. Die Ausflüge auf der Insel brachten uns La Palma etwas näher. Auch hier teilt sich die Insel in Süd und Nord auf. Im Süden/Südwesten ist das Wetter angenehmer, mehr Sonnenschein. Im Rest der Insel stehen oft Wolken am Himmel die sich auch mal ausschütten. Die Insel ist stark geprägt vom Bananenanbau. Der Westen ist eher das Weinanbaugebiet. Der übrigens ausgezeichnet mundet.

Der Norden bzw. die nördliche Mitte ist geprägt vom Roque de los Muchachos mit seinen fast 2500m Höhe. Im Nationalpark, wo die Pinienwälder dominieren, kommt hier ein wenig die füllige Natur wie auf La Gomera zum Tragen.

Für Wanderer ist die Insel ein Paradies. Es gibt Wanderwege in einer Länge von 850km.

Wir können nicht bestätigen dass es die grünste aller Kanaren Insel ist sie hat jedoch wie alle Inseln der Kanaren ihren eigenen Charme.

 

Als wir überlegt haben welche der Insel für uns das Highlight war taten wir uns etwas schwer, denn es gibt zwei Inseln, eigentlich drei wo wir unser Herz verloren haben. La Graciosa, Lanzarote und La Gomera.

                                             

 

 

 

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