Eine neue Insel….

…. Porto Santo nur ca. 30 Seemeilen von Madeira NO gelegen.  Wie habe ich im Internet gelesen „ das letzte europäische Inselparadies“. Wir werden sehen wenn wir morgen auf Entdeckungstour gehen.  Ca. 11 km lang, davon 9km weißer Sandstrand und 6km breit. Höchste Erhebung 517 m Pico do Facho.

Die Überfahrt war eher ruppig. Direkter Kurs war nicht möglich also erstmals Richtung Casablanca gehalten und immer gut gekniffen. Mal ging es besser mal nicht. Die Wellenberge haben uns immer wieder gut versetzt. 3-4 m durfte Ciganka im Durchschnitt erklimmen und ab surfen. Ab Mittag hat der Wind wie vorhergesagt auf N gedreht und mit Kreuzen war nichts mehr. Also direkt auf unser Ziel dem Hafen von Porto Santo zugehalten, Wind gegen an, dafür die Welle nun moderat.

Nach 32 Seemeilen in der Marina angelegt. Am Ende eines Schwimmsteges, Segler waren beim Anlegen behilflich, da kein Marinero trotz Anmeldung zu sehen war.  Dieser kam als wir schon festlagen.  Es ist eine kleine kuschelige Marina. Leider sind die Sanitäranlagen mhhhh dafür kochendes Wasser.

Herwart`le marschierte ins Office um uns anzumelden. Leider sprachen von den Herrschaften (Büro Damen und Manager) keiner Englisch… na ja ein paar Brocken aber…..  Weiter durfte er zum Zoll (hatten wir noch nie) um sich vorzustellen. Dieser sprach 0 eine Fremdsprache…. aber irgendwie müssen sie sich verständigt haben, denn beide waren zufrieden.

Übrigens für unser Mäd`l kostet der Tag 25 Euro. Bleibt man einen Monat bzw. 30 Tage darf man 110 Euro berappen. Die Rechnung möge verstehen wer möchte. Wir hoffen nicht dass wir so lange hier bleiben dürfen um auf optimalen Wind/Wetter zu warten.  

Am Nachmittag schaute auch noch die Polizei vorbei. Mit diesem konnte man sich wieder einigermaßen verständigen.  Dafür dass hier internationalen Yachten anlegen, schon etwas eigenartig. Es scheint aber irgendwie zu gehen.

Porto Santo ist das Sprungbrett zu den Azoren, Karibik, Kanaren und natürlich auch  in die alte Welt – Europa.

Heute gab es zum Abendessen Ossobuco mit kanarischem Gemüse, Reis und Tomatensalat.

Kleines Info zu Porto Santo

Die Insel Porto Santo wurde 1418 von den Seeleuten João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira in der Regierungszeit des Königs João I von Portugal entdeckt. Die Entdecker gaben der Insel den Namen ‘Porto Santo’, was ‘Heiliger Hafen’ bedeutet, da sie hier vor einem furchtbaren Sturm Schutz fanden.

Die ersten Siedler von Porto Santo fanden eine bewaldete Insel mit vielen Drachenbäumen, Wacholder und Baumweiden vor. Durch starke Rodungen ist die Insel Porto Santo heute nun weitgehend baumlos. Der Getreideanbau, die Viehzucht und der Weinanbau verliefen erfolgreich, lediglich für den Zuckerrohranbau gab es keine geeigneteren Bedingungen.

Auf Grund einiger Aufforstungsprojekte wurden zwischen Vila Baleira und dem Flughafen viele Bäume neu angepflanzt, die zum Naturpark Porto Santo gehören.

Trotzdem stellt Porto Santo einen krassen Gegensatz zu Madeira dar, da hier kaum Vegetation vorhanden ist. Der höchste Berg heißt Pico do Facho und ist nur 516 m hoch, von hier aus hat man eine gute Aussicht über die ganze Insel. Der ca. 9 km lange Sandstrand „Campo de Baixo“ dominiert die kleine Insel. Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr über mit 16° bis 19° Celsius angenehm. Das Klima ist ganzjährig trocken und ausgeglichen.

Berühmtester Bewohner war der Entdecker und Seefahrer Christoph Kolumbus, der 1450 einige Jahre auf Porto Santo lebte. Er heiratete hier Filipa Moniz (Tochter von Perestrelo, dem Gouverneur von Porto Santo ). Sein angebliches damaliges Haus befindet sich in Vila Baleira und ist heute ein kleines Museum.

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