Kanal 16 lebt wieder …..
Seit heute Nacht können wir wieder die Funksprüche über Kanal 16 hören. Zuerst abgehakt aber seit heute Mittag gut verständlich. Leider bekommen wir auch die Pan Pan rufe mit, was immer noch eine Gänsehaut verursacht. Ansonsten treibt uns die Eisengenua wieder vorwärts. Wind sollte um die 3-4 bft haben was unsere Windanzeige aber nicht aufzeigt. Magere 6-7 Knoten gerade so viel, dass die Genua den Motor oder doch umgekehrt unterstützen kann. Der Wind heute brrrrr, die Sonne schaffte es nicht so richtig sich durch den Dunst zu schleichen. Die Sicht ist nicht besonders gut, so dass wir den ganzen Tag das Radar anhaben um kein Schiff zu übersehen. Die Schifferl halten sich in Grenzen, da wir uns derzeit vermutlich in keiner Großschifffahrtsstraße befinden. Seit heute früh um 10 Uhr haben wir den 9. Längengrad passiert und waren auf der Höhe des Cabo de Saò Vicente/Portugal. Nun sind wir nicht mehr in der Weite des Atlantiks sondern im Halbkreis umgeben von Portugal, Spanien, Marokko und der Straße von Gibraltar dem Nadelöhr ins Mittelmeer. Heute haben die Recherche/Berechnungen für die Strömung in der Straße von Gibraltar bei meinem Skipper begonnen. Derzeit haben wir noch ca. 125 Seemeilen bis Tarifa…. Die Strömung setzt um 11 und um 23 Uhr zu unseren Gunsten ein. Wind wäre für uns mit bis zu 3-4bft und gerne hätten wir auch die Strömung auf unserer Seite. So darf mein Skipper noch ein wenig tüfteln wie wir die 23 Uhr Strömung einigermaßen erwischen. Es war ein gemütlicher Tag, Delfine haben uns heute nicht besucht und keine Schildkröten waren zu sehen. Da es recht kühl draußen war, haben wir uns in der „guten Stube“ aufgehalten. Ein bisschen Bürokram erledigt, Bilder sortiert und beschriftet ….. schwupp die Wupp und der Tag ist vorbei. Zum Abendessen gab es heute Seglersteak mit Gemüse und Parmesankartoffelchen.