Anstrengend …..

…. waren die letzten beiden Stunden so wie die ganze Woche nicht. Wow…

Als wir das erste Verkehrstrennungsbiet passiert hatten und Kurs auf Tarifa nahmen, hat uns die Strömung zurück in das Trennungsgebiet innerhalb von wenigen Minuten geschoben.  Mit Vollgas kamen wir aus der Strömung und dem Trenngebiet wieder raus.

Danach lief es eigentlich friedlich. Der Wind nahm zu und so zogen wir dank Strömung, Wind und Genua mit 9,6 Knoten durch die Straße als wir wieder „Stromschnellen“ sahen. Schlagartig setzte der Wind mit 20 Knoten ein und Ciganka begann in den Stromschnellen zu schütteln. Genua gerefft und trotzdem schoss das Mädl immer noch mit 8,6 Knoten dahin und plötzlich standen wir.  Ähhhh wir kommen nicht vom Fleck. Blick auf die Windanzeige… Geschwindigkeit…. Eine Landmarke gesucht… mittlerweile dunkel…. Ja wir stehen bzw. es geht rückwärts. Das blöde noch dazu, dass wir eine Untiefe umfahren mussten um in die Bucht von Gibraltar einbiegen zu können. Nun mit voller Motorpower gegen die Gegenströmung gehalten.  Die Stromwellen haben heftig zugenommen und es war eine deftige Schaukelei…. Endlich sahen wir dass wir vom Fleck kamen. Nach 25 Minuten war es möglich endlich in die Bucht einzubiegen um nach weiteren 10 Minuten durchzuatmen geschafft. Eigentlich…. Auf dem Kartenplotter zeigten sich Schiffe die fahren… kreuz und quer, Groß und Klein…. ähhhhh Mist. 5 Seemeilen ein Hindernislauf bis wir an der Einfahrt zur Marina waren. Wind übrigens immer noch bei 18 Knoten (Mei wär`des schee gwesen, wenn wir dies in den letzten Tagen gehabt hätten). Mittlerweile fast 22 Uhr funkten wir die Marina an und siehe an, man meldet sich. Ja wir sollen zum Anmeldesteg kommen.  Alles fertig zum Anlegen gemacht und nun wurde es spannend. Erste Manöver ging in die Hose. So hat der Sicherheitsdienst (kein Marinero) einen 2. Mann angefordert. Beide hatten übrigens keine Ahnung wie man ein Boot festmacht etc. So war es Schwerstarbeit  mit dem Wind von der Seite, Ciganka an den Steg zu bringen.

Endlich geschafft…  noch schnell die Anmeldeformalitäten, wie auch 20 Euro berappen da wir außerhalb der Bürozeiten (hatten wir noch nie, seit wann kommen Segler zu Bürozeiten an) angelegt haben. Sachen gibt es… man glaubt es kaum.

Geschafft saßen wir im Salon und noch ein Bierchen geschlürft zu mehr hat es nicht gereicht… ab in die Kiste. So geschafft waren wir die ganze Woche nicht.

Blick heute Früh aus dem Fenster…. Die Sonne lacht, der Wind hat stark abgenommen… das ist doch schon etwas…. Der Tag beginnt gut.

Geschlafen haben wir, aber so richtig entspannend war es nicht…. Die Leinen haben gerupft da der Wind die ganze Nacht gepfiffen hat.

Dank dem fast wolkenlosen Himmel  können wir den Affenberg in seiner ganzen Größe bewundern. Nicht nur das, auch das Umfeld, die Bucht… alles gut erkennbar. Beim letzten Mal, Anfang Dezember hatte es hier geschüttet, drei Tage übrigens, dass wir außer dem Straßenbelag, weil wir permanent nach unten geschaut haben und unterm Regenschirm versucht, wenigstens den Kopf trocken zu halten, nichts gesehen haben.  

Nun gucken wir, wenn das Büro geöffnet hat, dass wir einen guten Liegeplatz für die nächsten Tage bekommen. Bis Samstag  weht der Wind noch aus West, dann dreht er auf Ost…. wo wollten wir nochmal hin…. nach Osten… nicht Ostern – OSTEN.

Für heute ist Boot innen und außen wieder auf Vordermann zu bringen angesagt. Danach Relaxen… gemütlich ein bisschen die Beine vertreten…. Vermutlich werden wir wie beschwipste  schwanken… da wir seit Sonntag in der Früh keinen festen Boden mehr unter den Füßen hatten.

Also mal gucken was der Tag so bringt.

Doch nun zunächst unter die (hoffentlich heiße) Dusche.

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