Puhhhh fast geschafft…..
Unsere To Do Liste ist fast abgearbeitet und nun ist Zeit sich mal das Umfeld vom Porto Turistico di Roma anzusehen.
Die Marina liegt neben der Flussmündung des Tibers sowie am nördlichen Rande des Ortes Lido di Ostia. Sie verfügt über 830 Liegeplätze für Bootslängen bis zu 60m. Sie hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Läden in den Arkaden sind nur noch teilweise bestückt. Auch würde so mancher Farbanstrich das Ambiente aus unserer Sicht aufwerten.
Lido di Ostia ist der 13. Römer Stadtbezirk und liegt ca. 28 km südwestlich des römischen Stadtzentrums am Tyrrhenischen Meer. Im Norden befindet sich die Tibermündung und bildet die Abgrenzung zur Stadt Fiumicino. Im Süden befindet sich der unter Naturschutz gestellte Naturpark von Castel Fusano und im Osten ca. 3 km entfernt am Tiber gelegen die antike Stadt und Ausgrabungsstätte Ostia Antica
In der Antike lag der heutige Strand noch drei Kilometer weit vor der Küste im Meer; damals lag das heute im Binnenland gelegene antike Ostia noch am Wasser. Die heutige Küstenlinie entstand erst durch Verlandung aufgrund von Tiber Anschwemmungen. Im 19. Jahrhundert befanden sich hier Salinen und sumpfiges Gelände.
Wir sind wieder mit dem Auto unterwegs. Erste Erkundungsfahrten zeigen ein unangenehmes Gefühl. Die Straßen eine Katastrophe… Schlaglöcher eins nach dem anderen. Wir waren ja schon öfters mit dem Auto in Italien unterwegs, aber das Verkehrsverhalten hier lässt den Rest des Landes erblassen. Wow….. festhalten und Augen zu. Auffällig der Schmutz der auf den Straßen wie auch Gehwegen liegt. Die ungepflegten Grünanlagen… Abfall den der Wind durch die Straßen fegt. Bedrückend die Eisengitterstäbe an den Fenster der Häuser, teilweise bis zum 3. Stock.
Wir wurden gewarnt nichts in den Jacken/Hosentaschen zu haben. Geld am besten im BH (was machen die Männer… BH tragen?) unterbringen. Rom die Stadt der Diebe… es macht Angst. In den öffentlichen Verkehrsmittel ist es am schlimmsten wurde uns mitgeteilt – passt auf.
Bei unseren Spaziergängen durch Lido die Ostia sind wir verunsichert und wenn uns jemand näher als 2m kommt, stellen sich uns die Haare auf. Die Preise in den Supermärkten, Cafes und Restaurant erschrecken uns. Wie kann man sich das leisten. Auffällig im Supermarkt, das kaum ein Einkaufswagen (die Wägen haben die Größe eines großen Einkaufskorbes) voll ist. Viele Besucher tragen ihre Einkäufe in der Hand. Obst wird stückweise gekauft. Auch gibt es bei den Backwaren (Brot, Semmel etc.) eine Frischwarentheke und eine Altwarentheke. Herwart hat das 1.x in die Altprodukte gegriffen und erst beim Frühstück merkten wir dass unser Zahnarzt evtl. Arbeit bekommen könnte.
Sogar der Strand ist begrenzt da nur teilweise für die Öffentlichkeit zugängig. Die abgegrenzten Areale sind toll gepflegt mit Liegestühlen, Umkleidehäuschen, Sonnenschirmen…. aber….. Die Hotels an der Strandpromenade und Alten Villen (auch hier die Fenster vergittert) zeigen uns dass es auch mal bessere Zeiten gegeben hat.
Obwohl wir täglich unser Umfeld zu Fuß erkunden, den Radius immer größer werden lassen um das Schöne hier zu entdeckten, werden wir aus unserer Sicht nicht so richtig fündig.
Es begegnen einem viele Bettler, Menschen die zerlumpt und hager bzw. krank sind. Das mulmige Gefühl das sich breit gemacht hat lässt uns nicht los. Schade!